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Mo Ganji – der Tattoo Artist mit klarer Linie

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Sowas habt ihr noch nie gesehen. Seine Tattoos muss man einfach lieben. Der Deutsch-Iraner Mo Ganji ist mit seinen One-Line Tattoos rund um den Globus berühmt geworden. Das Prinzip kennt jeder vom „Haus vom Nikolaus“-Zeichnen.

 

#bird #freedom #moganji #singleline

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Viele Tätowierer sind Künstler, aber nur wenige schaffen es, einen ganz eigenen Stil zu erschaffen, wie Mo Ganji es mit seinen reduzierten Onelinern geschafft hat. So hat er inzwischen eine riesige Fangemeinde – nicht nur Tätowierer und Tätowierte, sondern auch Künstler und Kunst-Fans aus aller Welt bewundern seinen einzigartigen Stil mit Wiedererkennungswert. Die Single-Line, mit der er alle seine Tattoos zeichnet, wird durch drei Punkte ergänzt. Diese drei Punkte – angeordnet im Dreieck – sind seine persönliche Signatur und stehen für Körper, Geist und Seele. Die Single-Line symbolisiert für ihn den Kreislauf des Lebens und dass alles eins ist. So wie man stirbt zum Baum wird und Vögel sich davon ernähren und so weiter und so weiter – ein endloser Kreislauf.

 

 

Die Reduziertheit und Einfachheit seiner Tattoos spiegeln seine Lebensphilosphie wider. Denn der Berliner lebt mit möglichst wenig und auch sein Tattoo Studio ist sehr reduziert eingerichtet. Um seine Eltern glücklich zu machen und Kohle zu verdienen, schlug er zunächst den „normalen“ Weg ein und arbeitete erfolgreich als Personalmanager in einem internationalen Textilunternehmen. Bis er feststellte, dass ihn der finanzielle Mehrwert auf Kosten anderer nicht glücklich machte. Die Beschäftigung mit der eigenen Identität und dem Sinn des Lebens führten ihn schließlich zur Kunst des Tätowierens. Ihm war es wichtig, etwas zu tun, womit er sich identifizieren kann. Wie viel er verdient, ist für ihn nicht wichtig, erzählte er in einem Interview mit der Washington Post. „Ich bin mein eigener Herr, mache saubere Arbeit und beute niemanden aus. Das ist ein super Lebensgefühl“ wie er in einem Interview mit dem Tätowier Magazin beschreibt. Seiner Meinung nach sollten mehr Leute den Mut haben, ihre Freiheit zu leben und Verantwortung für ihr Glück zu übernehmen.

 

 

Er lernte das Tätowieren vom guten Freund und erfolgreichen Tätowierer Valentin Hirsch. Sein Stil entwickelte sich eher zufällig. Am liebsten tätowiert er Tiere, Natur und Menschen. Reduziert wie er ist, trägt er selber keine Tattoos.

80% seiner Kunden stammen aus anderen Ländern Europas, den USA oder anderen Teilen der Welt. In der klassischen Tattoo-Szene sind seine Tattoos angeblich nicht so beliebt. Wir können uns das nicht vorstellen bei 252k Followern bei Instagram. Wir jedenfalls sind große Fans von Mo Ganji und seinen faszinierenden Tattoos!

Tattoos über Narben

Wie Du hässliche Narben verschönern kannst

Jeder hat irgendwelche Narben. Als Kind gefallen, beim Kochen verbrannt oder geschnitten oder noch schlimmer einen Unfall mit schlimmen Folgen. Solche Ereignisse hinterlassen sichtbare Narben auf unserer Haut, die uns immer wieder an diesen Moment erinnern. Manche machen uns vielleicht sogar stolz, weil sie bei einer Mutprobe entstanden sind oder uns an etwas Schöne erinnern. Hinter den meisten Narben steckt jedoch eine schmerzhafte Erinnerung. Und auch wenn wir uns im Laufe unseres Lebens an sie gewöhnen, werden sie nicht unbedingt schöner. Auch immer wiederkehrende Blicke anderer können unangenehme Empfindungen hervorrufen. Verstecken ist je nach Körperstelle nicht immer möglich und kann auch lediglich eine kurzfristige Lösung sein. In einem solchen Fall kann ein Tattoo helfen aus dem negativen Ereignis etwas Positives zu schaffen und eine ungern gesehene Körperstelle in einen schönen Hingucker zu verwandeln. Ein Tattoo kann zwar niemals die Narbe komplett verstecken, verschönern kann es sie aber allemal. Wer darüber nachdenkt, kann sich im Folgendem ein paar Tips zum Überstechen seiner Narbe holen.

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Tätowiernadeln

Wenn ihr ein regelmäßiger Leser unseres Blogs seid, wisst ihr, dass wir Euch einen Beitrag zum Thema Tattoo-Nadeln versprochen haben. Da wir versuchen unsere Versprechen einzuhalten, haben wir uns für Euch an die Nadeln gehängt. Denn ob ein Tätowierer auch wirklich gut ist, zeigt sich daran mit welcher Sicherheit er die richtigen Nadeln auswählt.

Bei Tattoo-Nadeln muss man nämlich zwischen der einzelnen Nadel und einer Gruppe von Nadeln unterscheiden. Denn unter eine einzelne Nadel legt sich kaum jemand. Es sei denn ihr lasst Euch zufällig die dünnen Schnurrhaare einer Katze oder ähnlich fragile Linien tätowieren, die aber in einer normalen Situation im Tattoo-Studium eher unüblich sind. So sind es üblicherweise Anordnungen von mehreren Tattoo-Nadeln, mit denen tätowiert wird. Bei der Betrachtung der einzelnen Nadeln fällt auf, dass die Taper (Spitzen der Nadeln), sich in ihrer Länge voneinander unterscheiden. So gibt es den Short Taper, Medium Taper, Long Taper und Extra Long Taper. Ein längerer Taper kann beim Tätowieren eine bessere Kontrolle über den Fluss der Tinte geben. Aus diesem Grund wird ein längerer Taper gerne für Präzisionsarbeiten verwendet, auch wenn sich dies nachteilig auf die Geschwindigkeit sowie den Flow beim Tätowieren auswirken mag. Als Besonderheit bei den einzelnen Nadeln gilt der Bug Pin. Während Standardnadeln gewöhnlich eine Dicke von 0,30 mm bis 0,35 mm besitzen, beträgt die Dicke eines Bug Pins lediglich 0,20 mm bis 0,25 mm. Benannt wurde der Bug Pin übrigens aufgrund seiner geringen Dicke nach den dünnen Nadeln, mit denen Insekten für Sammlungen aufgespießt werden. Während einige Tätowierer auf Bug Pins beim Schattieren schwören, können andere Tätowierer mit diesen nichts anfangen. Eine Neuentwicklung auf dem Markt stellt der Bug Pin Texture dar. Dieser hat im Gegensatz zum normalen Bug Pin eine angeraute Oberfläche und nimmt hierdurch mehr Farbe auf, die er dann unter die Haut sticht.

Roundliner (RL)

Zu Beginn eines jeden Tattoos wird mit dem Ziehen der Konturen (Outlines) begonnen. Hierfür wird der Roundliner verwendet. Der Roundliner besteht üblicherweise aus 3 bis 20 kreisförmig angeordneten Nadeln, die mit ihren Spitzen zu einer Spitze zusammengefasst worden sind. Die zusammengefassten Nadeln sind nur ein kurzes Stück hinter den einzelnen Spitzen zusammengelötet worden und können daher nur sehr wenig flüssige Farbe in die Zwischenräume der Nadeln aufnehmen. Es gibt den Roundliner überwiegend in den Größen von 0,25 mm, 0,30 mm und 0,35 mm Durchmesser zu kaufen. Bei sehr komplexen Tattoos ist es möglich, den Roundliner ohne Farben zu benutzen, um Blutlinien zu zeichnen, an denen sich der Tätowierer zur Proportionierung des Tattoos orientieren kann. Beim Tätowieren sollte außerdem darauf geachtet werden, nicht in einem Bogen oder einer kreisförmigen Linie abzusetzen. Die Nadeln werden  dabei senkrecht zur Haut geführt, damit Linien besonders exakt gezogen werden können. Nach einem Stechen der Outlines sollte die Tätowierung mit einem Tuch von der überflüssigen Farbe gereinigt werden.

Roundshader (RS)

Ähnlich wie der Roundliner besteht auch der Roundshader aus einer kreisförmig angeordneten Gruppe von Nadeln. Die einzelnen Nadeln werden jedoch nicht spitz zusammengefasst, sondern stehen parallel zueinander. Ein weiterer Unterschied ist der Punkt des Zusammenlötens. Dieser ist mit 10 mm bis 14 mm zur Spitze weiter zurückgesetzt als beim Roundliner. Die Zwischenräume zwischen den einzelnen Nadeln werden hierdurch größer, wodurch mehr Farbe aufgenommen werden kann. Diese Farbe muss keine flüssige Konsistenz besitzen, sondern kann wie beim traditionellen Tätowieren üblich pastenartig sein. Der Roundshader wird zum Füllen und Schattieren von kleineren Flächen benutzt. Beim Füllen sollte dabei beachtet werden, dass die Nadel immer kreisförmig geführt wird, damit flächendeckend gefüllt wird. Die Nadelgruppe selbst wird beim Tätowieren senkrecht zur Haut geführt.

Flatshader (Flachnadeln)

Parallel nebeneinander liegen die Nadeln vom Flatshader. Dabei bestehen die meisten Flatshader aus 4 bis 15 nebeneinander liegenden Nadeln. Diese Nadeln sind 8 mm bis 14 mm hinter der Spitze zusammengelötet. Besonders geeignet ist der Flatshader für das Ausfüllen von geometrischen Flächen. Flachnadeln können mit allen Farbtypen gefüllt werden. Der Umgang mit Flatshadern erfordert Übung und sollte daher erst auf Kunsthaut erprobt werden. Beim Tätowieren werden die Nadeln schräg gehalten, damit sich die Farbe besser unter der Haut verteilen kann.

Die Magnum

Bei der Magnum handelt es sich um nach außen hin gespreizte übereinander liegende Flatshader. Der obere Flatshader besteht aus einer ungeraden Anzahl an Nadeln, während der untere Flatshader aus einer geraden Anzahl an Nadeln besteht. Die unteren Nadeln sind so angeordnet, dass sie sich in den Zwischenräumen der oberen Nadeln befinden. Da durch diese enge Anordnung der Nadeln nur sehr kleine Zwischenräume zwischen den einzelnen Nadeln bestehen, kann nur wenig Farbe aufgenommen werden, die zur perfekten Farbdeckung möglichst flüssig sein sollte. Die Magnum wird üblicherweise zum Füllen und zum Schattieren verwendet. Beim Tätowieren werden die Nadeln schräg gehalten, damit sich die Farbe besser unter der Haut verteilen kann.

Soft Edge Magnum

Der große Unterschied von der Soft Edge Magnum zu der normalen Magnum besteht aus der Anordnung der einzelnen Nadeln. Diese sind nämlich im Gegensatz zur normalen Magnum parallel in einer Bogenform angeordnet. Durch diese Anordnung ist es der Soft Edge möglich sanftere Übergänge von Farbe zu Farbe zu schaffen. Außerdem wird die Haut weniger verletzt.

Wenn ihr selbst jetzt Lust bekommen habt, die verschiedenen Nadeln auszuprobieren, solltet ihr dies unbedingt an Kunsthaut tun. Jeder Tätowierer entwickelt erst mit der Zeit das individuelle Gefühl für „seine“ Nadeln. Deswegen solltet ihr Euch Zeit geben und möglichst verschiedene Nadeln ausprobieren, bevor ihr Euch festlegt.

 

Quelle:

http://www.magic-moon-shop.com/index.php?main_page=product_info&cPath=347_394&products_id=3002&zenid=6pl2abmibo73qpcqrst28g6ba4

http://tattoo-basics.de/shop/content/20-info-tattoonadeln

http://tattooworld.npage.de/handhabung-und-einstellung-der-maschine.html

http://info.painfulpleasures.com/blogs/understanding-tattoo-needles

 

Veganes Tattoo Studio in Berlin

Herr Fuchs und Frau Bär machen es vor

Immer mehr Menschen legen großen Wert auf eine vegane Lebensführung, um Tier und Umwelt nicht zu schaden. Das wirkt sich nicht nur auf die Ernährung, Kleidung und die verwendeten Kosmetika aus, sondern auch auf das Tätowieren! Denn in einigen Tattoofarben und Pflegeprodukten sind tierische Inhaltsstoffe enthalten. Um mehr über die vegane Kunst an der Haut zu erfahren, haben wir uns mit Nico Kreuzig alias Herr Fuchs vom veganen Tattoo-Studio „Herr Fuchs und Frau Bär“ im Berliner Stadtteil Prenzlauer Berg unterhalten. Dort arbeitet er mit seinen beiden Kollegen und Frau Bär zusammen. Von ihm haben wir für Euch viel Wissenswertes über das vegane Tätowieren und die Hintergründe von „Herrn Fuchs und Frau Bär“ erfahren, die ihre Tattoos so tierisch gut werden lassen.

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Know-how: Wie erkenne ich ein gutes Tattoo Studio und gute Tattoo Künstler?

Das Tattoo Studio

„Ich hätte gern ein Tattoo!“. Mit diesem Wunsch fangen die Probleme eigentlich erst an, denn nun müssen viele verschiedene Entscheidungen getroffen und recherchiert werden, um die Traum-Tätowierung sein Eigen nennen zu können. Das Motiv ist nur ein Teil des Puzzles, auch ein gutes Tattoo Studio mit einem sympathischen Tätowierer will erst einmal gefunden werden. Doch wonach soll man sich richten? Geschmäcker sind vielfältig und nicht jeder hat tätowierte Menschen im Freundeskreis, die man ausfragen kann.

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Tattoos Around The World

Wie sich Stile und Techniken auf der Welt unterscheiden

Schon die Gletscher-Mumie Ötzi ließ ihren Körper vor dem Tod mit Tattoos verschönern – das war vor über 5000 Jahren. Tattoos gibt es also schon eine sehr lange Zeit. Im Gegensatz zu Deutschland haben manche Völker eine Jahrhunderte alte Tattoo-Tradition. Die Motive und Techniken unterscheiden sich je nach Land. Manche Symbole sind sehr alt, erfreuen sich aber auch heute noch großer Beliebtheit. Wir von Inktur haben uns auf der Welt für euch umgeschaut und die verschiedenen Stile und Techniken gesammelt. Hier stellen wir sie euch vor.

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Blumentattoos und ihre Bedeutung

Jeder liebt Blumen. Wenn die Blumen im Frühling blühen, zeigen sie das Ende des Winters, den Anfang eines unendlichen Kreislaufes, den Beginn von etwas Neuem. Wir verbinden mit ihnen Fruchtbarkeit, Schönheit, den Ausdruck von Dank und Zuneigung. Ihr oftmals betörender Duft geht uns tief unter die Haut und ruft immer wieder schöne Erinnerungen hervor. So verwenden wir sie als Dekoration oder als Geschenk in Form eines Straußes. Sie schmücken unsere Wohnung, unseren Garten, unseren Schreibtisch, unser Auto, unseren Handyhintergrund und seit einiger Zeit auch unsere Haut. Wer sich eine Blume auf ewig unter die Haut stechen lässt, ist ein leidenschaftlicher, emotionaler Charakter. Doch jede Blume hat ihre ganz eigene Bedeutung und soll etwas Anderes ausdrücken. Die Symbolik hinter den Blüten stammt aus dem Orient, von wo aus sie im 18. Jahrhundert mit all ihrer Vielfalt auch in die westliche Welt getragen wurde.

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Rotary oder Spulenmaschine

Wie finde ich die beste Tätowiermaschine

Nicht nur immer mehr Menschen lassen sich Tattoos stechen, sondern auch immer mehr Menschen wollen die Kunst des Tätowierens lernen. Doch abgesehen von grundsätzlichen Skills, braucht man vor allem eins: das richtige Equipment. Im Internet wird viel darüber diskutiert, was die beste Tattoo Maschine ist. Schnell wird klar, es gibt viele gute Tätowiermaschinen und für jeden ist eine andere die beste Wahl. Welche Tattoomaschine du kaufen möchtest bzw. welche für Dich am besten ist, hängt natürlich zum einen von der Qualität der Maschine ab, aber auch von vielen weiteren Faktoren wie z.B. deinem persönlichen Tätowierstil.

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Über den Tod hinaus – Die Konservierung von Tattoos

In unseren Tattoos steckt viel Herzblut – wir investieren schließlich auch einiges, um am Ende genau das Tattoo zu haben, das wir uns vorstellen. Die Liebe zum Motiv, die Schmerzen beim Stechen und natürlich auch die Kosten des Körperschmucks tragen dazu bei, dass wir eine enge Bindung zu unserem Tattoo entwickeln. Am Ende haben wir ein tolles Ergebnis, das bis unser Lebensende hält. Aber muss es danach auch unwiderruflich verschwinden? Die „National Association for the Preservation of Skin Art“ (NAPSA) meint: Nein. Sie hat eine Möglichkeit gefunden, Tattoos über den Tod hinaus zu erhalten.

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