Category Tattoopflege

Tätowiernadeln

Wenn ihr ein regelmäßiger Leser unseres Blogs seid, wisst ihr, dass wir Euch einen Beitrag zum Thema Tattoo-Nadeln versprochen haben. Da wir versuchen unsere Versprechen einzuhalten, haben wir uns für Euch an die Nadeln gehängt. Denn ob ein Tätowierer auch wirklich gut ist, zeigt sich daran mit welcher Sicherheit er die richtigen Nadeln auswählt.

Bei Tattoo-Nadeln muss man nämlich zwischen der einzelnen Nadel und einer Gruppe von Nadeln unterscheiden. Denn unter eine einzelne Nadel legt sich kaum jemand. Es sei denn ihr lasst Euch zufällig die dünnen Schnurrhaare einer Katze oder ähnlich fragile Linien tätowieren, die aber in einer normalen Situation im Tattoo-Studium eher unüblich sind. So sind es üblicherweise Anordnungen von mehreren Tattoo-Nadeln, mit denen tätowiert wird. Bei der Betrachtung der einzelnen Nadeln fällt auf, dass die Taper (Spitzen der Nadeln), sich in ihrer Länge voneinander unterscheiden. So gibt es den Short Taper, Medium Taper, Long Taper und Extra Long Taper. Ein längerer Taper kann beim Tätowieren eine bessere Kontrolle über den Fluss der Tinte geben. Aus diesem Grund wird ein längerer Taper gerne für Präzisionsarbeiten verwendet, auch wenn sich dies nachteilig auf die Geschwindigkeit sowie den Flow beim Tätowieren auswirken mag. Als Besonderheit bei den einzelnen Nadeln gilt der Bug Pin. Während Standardnadeln gewöhnlich eine Dicke von 0,30 mm bis 0,35 mm besitzen, beträgt die Dicke eines Bug Pins lediglich 0,20 mm bis 0,25 mm. Benannt wurde der Bug Pin übrigens aufgrund seiner geringen Dicke nach den dünnen Nadeln, mit denen Insekten für Sammlungen aufgespießt werden. Während einige Tätowierer auf Bug Pins beim Schattieren schwören, können andere Tätowierer mit diesen nichts anfangen. Eine Neuentwicklung auf dem Markt stellt der Bug Pin Texture dar. Dieser hat im Gegensatz zum normalen Bug Pin eine angeraute Oberfläche und nimmt hierdurch mehr Farbe auf, die er dann unter die Haut sticht.

Roundliner (RL)

Zu Beginn eines jeden Tattoos wird mit dem Ziehen der Konturen (Outlines) begonnen. Hierfür wird der Roundliner verwendet. Der Roundliner besteht üblicherweise aus 3 bis 20 kreisförmig angeordneten Nadeln, die mit ihren Spitzen zu einer Spitze zusammengefasst worden sind. Die zusammengefassten Nadeln sind nur ein kurzes Stück hinter den einzelnen Spitzen zusammengelötet worden und können daher nur sehr wenig flüssige Farbe in die Zwischenräume der Nadeln aufnehmen. Es gibt den Roundliner überwiegend in den Größen von 0,25 mm, 0,30 mm und 0,35 mm Durchmesser zu kaufen. Bei sehr komplexen Tattoos ist es möglich, den Roundliner ohne Farben zu benutzen, um Blutlinien zu zeichnen, an denen sich der Tätowierer zur Proportionierung des Tattoos orientieren kann. Beim Tätowieren sollte außerdem darauf geachtet werden, nicht in einem Bogen oder einer kreisförmigen Linie abzusetzen. Die Nadeln werden  dabei senkrecht zur Haut geführt, damit Linien besonders exakt gezogen werden können. Nach einem Stechen der Outlines sollte die Tätowierung mit einem Tuch von der überflüssigen Farbe gereinigt werden.

Roundshader (RS)

Ähnlich wie der Roundliner besteht auch der Roundshader aus einer kreisförmig angeordneten Gruppe von Nadeln. Die einzelnen Nadeln werden jedoch nicht spitz zusammengefasst, sondern stehen parallel zueinander. Ein weiterer Unterschied ist der Punkt des Zusammenlötens. Dieser ist mit 10 mm bis 14 mm zur Spitze weiter zurückgesetzt als beim Roundliner. Die Zwischenräume zwischen den einzelnen Nadeln werden hierdurch größer, wodurch mehr Farbe aufgenommen werden kann. Diese Farbe muss keine flüssige Konsistenz besitzen, sondern kann wie beim traditionellen Tätowieren üblich pastenartig sein. Der Roundshader wird zum Füllen und Schattieren von kleineren Flächen benutzt. Beim Füllen sollte dabei beachtet werden, dass die Nadel immer kreisförmig geführt wird, damit flächendeckend gefüllt wird. Die Nadelgruppe selbst wird beim Tätowieren senkrecht zur Haut geführt.

Flatshader (Flachnadeln)

Parallel nebeneinander liegen die Nadeln vom Flatshader. Dabei bestehen die meisten Flatshader aus 4 bis 15 nebeneinander liegenden Nadeln. Diese Nadeln sind 8 mm bis 14 mm hinter der Spitze zusammengelötet. Besonders geeignet ist der Flatshader für das Ausfüllen von geometrischen Flächen. Flachnadeln können mit allen Farbtypen gefüllt werden. Der Umgang mit Flatshadern erfordert Übung und sollte daher erst auf Kunsthaut erprobt werden. Beim Tätowieren werden die Nadeln schräg gehalten, damit sich die Farbe besser unter der Haut verteilen kann.

Die Magnum

Bei der Magnum handelt es sich um nach außen hin gespreizte übereinander liegende Flatshader. Der obere Flatshader besteht aus einer ungeraden Anzahl an Nadeln, während der untere Flatshader aus einer geraden Anzahl an Nadeln besteht. Die unteren Nadeln sind so angeordnet, dass sie sich in den Zwischenräumen der oberen Nadeln befinden. Da durch diese enge Anordnung der Nadeln nur sehr kleine Zwischenräume zwischen den einzelnen Nadeln bestehen, kann nur wenig Farbe aufgenommen werden, die zur perfekten Farbdeckung möglichst flüssig sein sollte. Die Magnum wird üblicherweise zum Füllen und zum Schattieren verwendet. Beim Tätowieren werden die Nadeln schräg gehalten, damit sich die Farbe besser unter der Haut verteilen kann.

Soft Edge Magnum

Der große Unterschied von der Soft Edge Magnum zu der normalen Magnum besteht aus der Anordnung der einzelnen Nadeln. Diese sind nämlich im Gegensatz zur normalen Magnum parallel in einer Bogenform angeordnet. Durch diese Anordnung ist es der Soft Edge möglich sanftere Übergänge von Farbe zu Farbe zu schaffen. Außerdem wird die Haut weniger verletzt.

Wenn ihr selbst jetzt Lust bekommen habt, die verschiedenen Nadeln auszuprobieren, solltet ihr dies unbedingt an Kunsthaut tun. Jeder Tätowierer entwickelt erst mit der Zeit das individuelle Gefühl für „seine“ Nadeln. Deswegen solltet ihr Euch Zeit geben und möglichst verschiedene Nadeln ausprobieren, bevor ihr Euch festlegt.

 

Quelle:

http://www.magic-moon-shop.com/index.php?main_page=product_info&cPath=347_394&products_id=3002&zenid=6pl2abmibo73qpcqrst28g6ba4

http://tattoo-basics.de/shop/content/20-info-tattoonadeln

http://tattooworld.npage.de/handhabung-und-einstellung-der-maschine.html

http://info.painfulpleasures.com/blogs/understanding-tattoo-needles

 

Rotary oder Spulenmaschine

Wie finde ich die beste Tätowiermaschine

Nicht nur immer mehr Menschen lassen sich Tattoos stechen, sondern auch immer mehr Menschen wollen die Kunst des Tätowierens lernen. Doch abgesehen von grundsätzlichen Skills, braucht man vor allem eins: das richtige Equipment. Im Internet wird viel darüber diskutiert, was die beste Tattoo Maschine ist. Schnell wird klar, es gibt viele gute Tätowiermaschinen und für jeden ist eine andere die beste Wahl. Welche Tattoomaschine du kaufen möchtest bzw. welche für Dich am besten ist, hängt natürlich zum einen von der Qualität der Maschine ab, aber auch von vielen weiteren Faktoren wie z.B. deinem persönlichen Tätowierstil.

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Was wir über Tattoo-Pflege im Sommer wissen müssen

Endlich ist er da, der langersehnte Sommer! Viele freuen sich schon das ganze Jahr auf Sonne, Strand und Meer. Einen Tag am See verbringen, danach mit Freunden grillen – dabei können wir endlich all unsere schönen Tätowierungen präsentieren, die wir den ganzen Winter unter dicker Kleidung verstecken mussten. So schön das auch ist, die Sonne kann unseren Tattoos leider auch schwer schaden, deshalb sollten Tätowierte im Sommer unbedingt auf ein paar Dinge achten.

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Wie pflege ich mein Tattoo richtig? Die Do´s and Dont´s der Tattoopflege

Heute soll es um die Pflege Deines neuen Tattoos gehen. Wie wichtig die richtige Tattoo Pflege ist, hat Dir Dein Tätowierer sicherlich schon gepredigt. Und ja, er hat Recht. Denn wird ein neues Tattoo nach dem Stechen nicht fürsorglich behandelt, kann es beleidigt sein und es Dir so richtig heimzahlen. Spaß bei Seite. Du hast lange nach einem Tattoo-Künstler gesucht, der genau Deinen Stil vertritt und das Ergebnis ist bombig geworden! Frisch nach dem Stechen sieht die Farbe umwerfend und kräftig aus, die Haut ist jedoch geschwollen, rot und verletzt. Jetzt gilt, wer bereit ist, für sein Tattoo Geld in die Hand zu nehmen, sollte auch an der Tattoo Pflege nicht sparen. Deine Tätowierung benötigt jetzt besondere Pflege, um vollständig regenerieren zu können und vor allem die frische Farbe perfekt einzuschließen. Schon von Beginn an schaffst Du die Voraussetzungen, damit Du lange Freude an Deiner Tätowierung hast.

 

Doch wie funktioniert eigentlich die richtige Nachbehandlung eines frischen Tattoos und was sollte man in den Wochen danach unbedingt beachten?

Falls Du schon ein Tattoo hast und Dich mit Deinen Freunden oder Tätowierern über die ideale Aftercare unterhalten hast, ist Dir sicherlich aufgefallen, dass jeder auf eine andere Methode schwört, wie die beste Nachbehandlung eines Tattoos aussehen muss. Wir wollen hier die wichtigsten Aspekte der Tattoo Pflege vorstellen und eine Orientierungshilfe im Pflegedschungel bieten. Zuerst wollen wir Dir die Wundheilung an sich erklären und welche Vorgänge dabei im Körper ablaufen. Danach geht es an die klassische und alternative Tattoo Pflege und die Beschreibung der korrekten Aftercare, hinterher erläutern wir noch einige Fälle und Situationen, die mit dem neuen Tattoo besser vermieden werden sollen.

 

QUICKFINDER

Die Heilphasen eines Tattoos

Die korrekte Tattoopflege

Die Dont’s während der Heilung

 

Die Heilphasen eines Tattoos nach dem Stechen:

Die Wundheilung lässt sich in verschiedene Abheilungsphasen einteilen.

Die Ruhephase:
Die Blutgerinnung wird in Gang gesetzt, die Gefäße verengen sich und Thrombozyten (die Blutplättchen) verkleben die beschädigte Stelle und helfen ebenfalls, die Wunde zu verschließen. Die Zellen setzten zudem Botenstoffe frei, die die Wundheilung anregen und Anweisungen geben, welche Zellen wo zum Einsatz kommen.

Die Reinigungsphase:
Spezialisierte Zellen schaffen beschädigte Zellen fort und ein Gerinnungseiweiß (Fibrin) verklebt die Blutplättchen zusätzlich , damit kein Schmutz eindringen kann. Keime und potentielle Erreger werden mit Hilfe von Wundsekret vom Körper ausgespült, schon eingedrungene Fremdkörper von weißen Blutkörperchen und ihren Helfern zerstört und neutralisiert.

Die Granulationsphase:
Nun bildet sich neues Gewebe, der Thrombus (Pfropfen, der die Wunde zugesetzt hat) wird abgetragen und es bildet sich neues Gewebe und Blutgefäße.

Die Reparationsphase
Die Wunde befindet sich nun in der letzten Heilungsphase, die fast abgeheilte Wunde wird stabilisiert und überschüssiges Material abgebaut. Deshalb sind frische Narben häufig höher als das umliegende Gewebe. Dieser auch Reifungsphase genannte Zeitabschnitt kann bis zu einem Jahr dauern.

 

Bei einer Tätowierung werden die ersten Hautschichten verletzt, deshalb geht die Heilung vergleichsweise schnell von statten. Es bildet sich eine Kruste aus Blut und Fibrin, der nach wenigen Wochen verschwunden ist und von der Babyhaut oder Silberhaut ersetzt wird. Diese leicht gräuliche, noch empfindliche Haut schützt die Tätowierung vor Umwelteinflüssen und wird im Laufe der Zeit dicker und stabiler. Anders als bei „normalen Wunden“, möchte man auf seinem Tattoo eine Krustenbildung verhindern, da hier Gefahr läuft, dass Farbe mit der Kruste rausgezogen wird. Um eine starke Schorf-/Krustenbildung zu verhindern, benötigt das Tattoo daher spezielle Pflege.

Der Schorf besteht übrigens aus abgestorbenen Zellen, Eiweiß, Blut und Glukose, manchmal sind auch Krankheitserreger beigemischt, die der Körper ausscheiden will. Diese Flüssigkeit trocknet auf der Wunde und schützt sie so lange, bis sich eine neue, aber noch empfindliche Haut gebildet hat. Erst dann fällt der Schorf von selbst ab.

Tattoocreme Inktur®

Korrekte Tattoopflege während der ersten Tage mit dem neuen Tattoo: Folie, waschen, cremen, pflegen – wash, lotion and care!

Die Nadeln der Tätowiermaschine haben die Haut regelrecht perforiert, sie kann den Körper vorübergehend nicht mehr vor Umwelteinflüssen schützen. Deshalb trägt der Tattooartist eine dünne Schicht Salbe auf und deckt sein Kunstwerk mit Folie ab.

Doch hier beginnt die erste Problematik: Die meisten Tätowierer nutzen Frischhaltefolie für die frisch gestochenen Tattoos. Klar, das ist günstig und einfach. Aber auch hier kann man sich das Leben erleichtern, wenn man ein paar Mark eeh Euro mehr in die Hand nimmt. Während man die Frischhaltefolie nach 3-5 Stunden das erste Mal abnimmt (wenn sie überhaupt so lange gehalten hat), um das Tattoo zu waschen und einzucremen und neue Folie draufzulegen, bietet z.B. der Suprasorb® F Folien-Wundverband eine perfekte Alternative. Denn jeder kennt das Problem, dass die Frischhaltefolie verrutscht oder reißt und auch beim Duschen abgenommen werden muss. Bei der Folie von Suprasorb® gibt es diese Probleme nicht. Die Folie ist speziell für Brandwunden entwickelt und daher für Tattoos das absolut Beste. Die Folie bietet einen flexiblen Halt und kann sogar beim Duschen getragen werden. Zudem unterstützt sie – anders als Frischhaltefolie – aktiv die Wundheilung. Dank ihrer Transparenz ermöglicht sie außerdem eine gute Wundkontrolle. Das Beste ist, dass die atmungsaktive Folie bis zu 4 Tage auf dem Tattoo bleiben kann und lästiges Cremen und Waschen während der ersten Tage erspart und vor äußeren Einflüssen schützt. Die unangenehmste Phase der Heilung wird so praktisch übersprungen. Wenn Du dann die Folie abnimmst, wirst du überrascht sein, wie weit die Heilung deines Tattoos schon fortgeschritten ist. Also falls Dein Tätowierer noch keine Suprasorb® Folie im Sortiment hat, kannst Du diese auch ganz einfach bei uns im Shop bestellen.

Tattoofolie

Sobald Du die Folie vorsichtig entfernt hast, gilt auch hier (wie bei der Frischhaltefolie) waschen und cremen: Die Wunde vorsichtig, aber möglichst gründlich mit lauwarmen Wasser und Seife abwischen, um Farbreste, Blut oder Keime zu entfernen. Wichtig ist, eine milde Seife zu benutzen, im Zweifel lieber nur Wasser zur Wundsäuberung verwenden, saubere oder nach Möglichkeit desinfizierte Hände sind ebenfalls von Vorteil. Die Feuchtigkeit nach dem Abwaschen mit einem sauberen Zewa sanft abtupfen und den Rest an der Luft trocknen lassen. Von Handtüchern raten wir ab, da sich darin Keime verstecken können oder Fussel in die Haut geraten. Und bitte nicht rubbeln oder drücken, das kann heftige Schmerzen verursachen! Danach gönne Deinem Schmuckstück ruhig etwas Ruhe. Und keine Sorge: dass beim Waschen Farbe mit abgeht, ist völlig normal. Es verbleibt genug Farbe in den Hautschichten, damit Dein Tattoo später noch satt strahlen kann.

Anschließend streichst Du eine dünne Schicht Tattoo Creme/Salbe (z.B. INKtur®, KEIN Nivea oder Ähnliches, diese Cremes können Deinem Tattoo Farbe entziehen) auf die gereizte Haut und deckst sie gegebenenfalls wieder ab. Bedenke hier, dass Verletzungen am besten an der frischen Luft heilen – falls Du Angst haben solltest, dass Du Nachts daran scheuern könntest oder die Kleidung reiben könnte, spanne ruhig erneut eine Folie darüber. Diese muss aber regelmäßig erneuert werden, das Tattoo gewaschen und frische Salbe aufgetragen werden, da sich sonst das Risiko einer Infektion erhöht. Versuche jedoch trotzdem, so oft wie möglich Luft an daran zu lassen und regelmäßig zu cremen.

Diesen Umstand unterstützt Du auch mit dem Tragen lockerer Kleidung. Zudem hat das den Vorteil, dass keine Bündchen oder Träger auf der verletzten Haut scheuern können – was wieder Farbverlust, Entzündungen und Schmerz zur Folge haben kann.

 

Die weitere Wundversorgung: Krustenbildung auf dem Tattoo: die richtige Pflege macht´s!

Während der ersten Woche nach dem Tätowieren ist es wichtig, das Tattoo etwa 4-5 Mal täglich einzucremen, damit es nicht austrocknet und sich kein dicker Wundschorf bilden kann. Dieser könnte abreißen und Farbe mit sich nehmen. Die Folgen sind farblose Flecken in der Tintenschicht, die beim Nachstechen ausgebessert werden müssen.

 

Niemals, wirklich NIEMALS, darf an dem Tattoo gekratzt werden. Manche kennen es vom Stürzen auf den Asphalt: Schorf kann unglaublich fies jucken. Durch das Abkratzen dieser schützenden Schicht könnten ganze Farbinseln herausreißen und Dir unschöne Narben verpassen. Diese Stellen können natürlich ausgebessert werden, trotzdem solltest Du versuchen, es gar nicht so weit kommen zu lassen. Solange die Haut mit der Feuchtigkeit spendenden INKtur® Salbe versorgt ist, wird der Juckreiz weitgehend verhindert. Ist die Salbe jedoch von der Haut aufgesogen, kann das juckende Gefühl wieder auftreten. Falls es einmal wirklich schlimm juckt und Du das Gefühl hast, Du müsstest kratzen, versuche zu klopfen. Leichte Schläge lindern das juckende Gefühl und lenken das Gehirn durch den geänderten Reiz davon ab. Du kannst auch etwas Folie über die Tätowierung legen und mit den Fingerknöcheln darüber fahren. Hier musst Du jedoch auch sensibel vorgehen, denn sogar die stumpfen Knöchel können bei zu starkem Druck Hautteile abtrennen.

Do not torture your Tattoo! Unsere Dont´s während der Heilung

Pralle Sonne und UV-Strahlen (wie etwa im Solarium) schaden dem Tattoo

Sonne und das Solarium können die Farben der Tätowierung schnell ausbleichen, vor allem wenn sie noch nicht vollständig abgeheilt ist. Außerdem kann direkte Sonneneinstrahlung oder der Besuch des Solariums starke Schmerzen verursachen. Deshalb sollte mindestens 4 Wochen auf direkte Sonne oder gar Sonnenbaden verzichtet werden.
Trage erst Sonnencreme auf, wenn das Tattoo abgeheilt ist. Die fettige Creme kann die Luftzufuhr verhindern oder die Haut aufquellen lassen und somit den Heilungsprozess verzögern. Wenn die Haut über dem Tattoo vollständig verheilt ist, kann sie den UV Strahlen eine Weile standhalten und die Farbe darunter schützen. Natürlich sollte die Haut, ob tätowiert oder nicht,  regelmäßig mit Sonnencreme geschützt und gepflegt werden, damit die Freude an der Tätowierung möglichst lange währt.
Auch wenn Dein Tattoo aus der „kritischen Phase“ heraus ist, schädigt UV-Strahlung die Farbpigmente. Überlege Dir also gut, ob der regelmäßige Besuch im Solarium den Preis der Tätowierung aufwiegt.

 

Wasser, Chlor und Sauna bei einem frischen Tattoo? Da hilft keine Salbe mehr

„Mindestens eine Woche nicht duschen!“ Dieses Gerücht hält sich trotz guter Aufklärung vieler Tätowierer hartnäckig. Wie schon angedeutet handelt es sich hierbei um eine Unwahrheit.

Du darfst natürlich duschen, nach einem anstrengenden Tattootermin ist das wahrscheinlich auch nötig. Dein Körper erlebt erheblichen Stress durch die (manchmal sehr) lange Zeit des Tätowierens, den Schmerz und das lange Verharren in einer Position. Oft kommt auch noch eine gehörige Portion Aufregung dazu, was zusätzlich Schweißausbrüche verursachen kann. Du kannst Dir also nach der Sitzung eine wohlverdiente Dusche gönnen! Trotzdem solltest Du darauf achten, so kurz wie möglich unter der Brause zu stehen, damit das Tattoo nicht aufweicht. Halte den Wasserstrahl auch nicht direkt auf die Tätowierung, so können Farbpigmente ausgewaschen werden. Die Hautschichten liegen offen, die schützende Epidermis ist fast vollständig zerstört, deshalb kann durch mechanische Einwirkungen ernster Schaden an Deinem Bild entstehen.

Auch den Besuch von Schwimmbädern, dem Badesee oder auf sonstige Aktivitäten im kühlen Nass solltest Du etwa 6 Wochen vermeiden. Davon kann die Haut ­ebenfalls aufweichen, aufquellen und Dein Prachtexemplar verliert an Farbe. Aber dieser Umstand ist hier nicht die einzige Gefahr, die Wahrscheinlichkeit auf eine saftige Entzündung erhöht sich signifikant. Es gibt bestimmte Pflegeprodukte und Salben, die Schutz vor verschiedenen Umwelteinflüssen versprechen: bis zu einem gewissen Grad stimmt das auch, jedoch kann keine Nachpflege der Welt Wasser und Keime über einen längeren Zeitraum fernhalten. Durch die fehlende Schutzschicht können ungefiltert Schadstoffe eindringen, von harmlosen Keimen über Krankheitserreger und, falls Du tatsächlich in einen See gesprungen sein solltest, sogar Tierlarven oder abgestorbene Zellen anderer Lebewesen. Das Schwimmbad wäre leider eine genauso schlechte Wahl, hier drohen zwar keine ekligen Kleinteile, die sich festsetzen können, Chlor jedoch bleicht aggressiv die Farbe aus und kann durch dessen chemische Eigenschaften Entzündungen oder Reizungen hervorrufen.

Es lohnt sich also, dem Tattoo noch ein wenig Ruhe zu gönnen und Bädern aller Art fernzubleiben. Dazu zählt auch die heimische Badewanne. Hier ist die Keimgefahr (hoffentlich) nicht allzu groß, trotzdem schadet, wie weiter oben erklärt, langes Verweilen im Wasser dem frischen Stück.

Solltest Du begeisterter Saunagänger sein, haben wir auch schlechte Nachrichten: Hier gilt ebenfalls die Sperre, denn die hohen Temperaturen und der anschließend häufige Kontakt mit Wasser schädigen das aufwändige Kunstwerk und lassen es vorzeitig blass aussehen.

 

Sport und ein frisches Tattoo? Noooooo!

Auch wenn es schwer fällt: beim Sport solltest Du zurückstecken. Körperliche Bewegung fördert die Durchblutung, was der Heilung eigentlich zuträglich ist. Durch die nicht vorhandene Schutzbarriere kann jedoch Farbe ausgeschwemmt werden und sogar eine Blutung nicht ausgeschlossen werden. Schweiß kann in die Wunde fließen und sie reizen. Er kann ebenfalls Erreger mit sich tragen, welche im schlimmsten Falle eine Entzündung hervorrufen können. Schon die mechanische Bewegung kann die Farbe herausdrücken: wurde also ein Gelenk (z.B. Armbeuge, Kniekehle, Handgelenk oder Achsel) verschönert, ist besondere Vorsicht geboten. Aber auch Stellen, die schlecht vor aufliegender Kleidung geschützt werden können, wie Bauch, Rücken oder Oberschenkel können beim Sport besonders leiden.

Idealerweise verzichtest Du 1-2 Wochen auf körperliche Betätigung. Sollte das aus irgendwelchen Gründen nicht möglich sein (Arbeit, Leistungssport, …) versuche es mindestens 7 volle Tage ruhig angehen zu lassen, das Tattoo wird es Dir mit strahlenden Farben und tiefem Schwarz danken.

 

Woran Du erkennst, dass das Tattoo verheilt ist

Behalte den Abheilprozess im Auge! In den meisten Fällen heilt ein Tattoo, vorausgesetzt, man pflegt es sorgfältig und cremt es regelmäßig ein,  problemlos ab und ist nach etwa 6 Wochen an die umliegende Haut angeglichen. Oft sind noch leicht erhabene Stellen zu spüren, gerade im Bereich der Outlines. Das ist kein Anzeichen für ein nicht verheiltes Bild, dieser Umstand kann sogar viele Monate bestehen bleiben.

 

Trotz sorgfältiger Pflege und der Benutzung einer Tattoo Creme kann es, selbstverschuldet oder aber einfach durch Pech, zu unerwünschten Reaktionen der Haut und des Körpers kommen.

Bedenke, dass ein Tattoo eine ernstzunehmende offene Verletzung ist! Sollten auffällige oder schmerzhafte Reaktionen der Haut auftreten, ist Vorsicht geboten. Mögliche Komplikationen sind zum Beispiel: plötzliche Rötungen, Schwellungen, farbliche Veränderungen der Wundflüssigkeit oder des umliegenden Gewebes,  unangenehmer Geruch oder ein Krankheits- und Fiebergefühl. Diese Symptome, gesammelt oder einzeln auftretend, sind Anzeichen für eine Entzündung oder das Eindringen von Krankheitserregern. Der Körper ist durch den Vorgang des Stechens geschwächt und damit anfälliger für Krankheiten. Du solltest Dich also genau beobachten und bei diesen oder weiteren Anzeichen einen Arzt aufsuchen. Und keine Angst: es ist die Aufgabe der Mediziner, den Menschen bei allen Krankheiten zur Seite zu stehen, selbst wenn sie dafür selbst verantwortlich sind. Niemand wird Dich auslachen oder rügen. Die Gesundheit steht im Vordergrund!

 

Wir hoffen, Dir Deine Fragen beantwortet und unser Ziel erreicht zu haben, einen kompetenten Ratgeber zur Pflege und dem Heilen von frisch gestochenen Tattoos an die Hand geben zu können. Wichtig ist vor allem das regelmäßige eincremen und das Nutzen hochwertiger Salben, damit die Wunde ideal heilen kann. Ein gutes Tattoo ist nicht nur von einem fähigen Artist, sondern auch von einer konsequenten Aftercare abhängig. Diese zwei Komponenten verhelfen Dir zu einem einmaligen und haltbaren Körperschmuck.

Falls Du Fragen oder Anmerkungen zu unserem Blogeintrag hast, nur zu! Schreibe sie einfach unten in die Kommentare.

 

 

 

Schlagwörter:

Inktur, Aftercare, Creme, Pflege, Salbe, Heilsalbe, Wundsalbe, Folie, Nachsorge, Baden, Sonne, Sauna, Sport, richtige Pflege, Farbe, frisch, neu, eincremen, Pflegeprodukt, Nachpflege, Pflegehinweise, Wunde, Wundheilung, Schorf

 

Quellen:

www.lifeline.de/beauty-und-wellness/piercing-tattoo/tattoo-richtig-pflegen-id97932.html
de.wikihow.com/Kümmere-dich-um-dein-Tattoo
http://wunden.behandeln.de/tipps-tattoo-pflegen.html
www.apotheken-umschau.de/Haut/Wie-Wunden-heilen-229257.html

Liebe Tätowierte, Tätowierer, Tattoo-Lovers und alle, die es werden wollen,

Tattoopflege

 

Wir von INKtur® als tattoobegeistertes Team aus der Medizinbranche brennen sehr stark für unsere neue Marke und unser erstes eigenes und dazu sehr hochwertiges Produkt. Die vermutlich beste Tattoo Creme auf dem Markt soll möglichst schnell alle Tattoo-Herzen erreichen, damit möglichst viele davon zehren können.
Wer auf unseren Blog gefunden hat, kann sich auf jede Menge tolle Beiträge rund um das Thema Tattoos und Piercing freuen – diese Themen erweisen sich nämlich nicht nur als super spannend und unterhaltsam, sondern auch als extrem komplex. Wenn man mal googelt, findet man einen Haufen Fragen zu den unterschiedlichsten Themen. Wir wollen mit unserem Blog also nicht nur unterhalten, sondern in erster Linie ist es uns ein Anliegen, sämtliche Fragen zu beantworten. Ganz besonders natürlich die zum Thema Tattoo Pflege, welches unser Spezialgebiet ist. Fragen wie, „wie pflege ich mein Tattoo richtig?“, „woran erkenne ich einen guten Tätowierer?“ oder „welche Motive sind momentan im Trend?“ und viele, viele mehr werden wir euch im Laufe der Zeit beantworten. Es lohnt sich also sicher, ab und zu mal reinzuschauen. Für Fragen und Anregungen sind wir immer offen. Nur so können wir für euch die beste Tattoo-Beratung werden.
Freuen könnt ihr euch übrigens auch auf weitere Tattoo Pflege Produkte. Eine erste kleine Auswahl gibt es schon bei uns im Shop.