Die größten Tattoo-Fails

Es gibt Tattoos, die einfach absolut gar nicht gehen. Abgesehen vom persönlichen Geschmack sieht man im Netz immer wieder Tattoo No-Gos, die wirklich niemand schön finden kann. Wer möchte so etwas schon für immer auf der Haut tragen? Wir lachen über solche Tattoos und denken uns heimlich wie schön es doch ist, dass man nicht der betroffene Tattoo-Besitzer ist. Ob Rechtschreibfehler, eine falsche Übersetzung in eine andere Sprache, ein etwas zu abgedrehtes Motiv oder ein schlicht und einfach schlecht gestochenes „Kunstwerk“ – wir stellen euch die größten Tattoo-Fails vor und erklären, wie man sie am Besten umgehen kann.

1. Rechtschreibfehler
Wer kennt das nicht – Auf der Computer oder Handytastatur zu voreilig drauflosgetippt und abgeschickt, schon haben wir zwei Buchstaben vertauscht, einen vergessen oder einen zusätzlich gemacht, der da gar nicht hingehört. Wenn wir im Alltag mal ausversehen solche Fehler machen, ist das in der Regel kein Problem. Anders ist es jedoch, wenn man den Flüchtigkeitsfehler für immer als Spruch Tattoo auf der Haut trägt. Wie genau solche Rechtschreibungs- Missgeschicke in Script Tattoos immer wieder passieren können, ist vielen ein Rätsel. Normalerweise prüfen Menschen, die über ein Tattoo nachdenken, das Motiv wochenlang und überlegt sich genau, was ihre Haut für immer zieren soll. Dennoch kommt es vor, dass sich Rechtschreibfehler in Tattoos einschleichen, die danach nicht so leicht wieder berichtigt werden können. Wir haben für euch ein paar Beispiele gesammelt:


Ob „your“ oder „you’re“ im Englischen verwendet werden muss, lässt sich anhand grammatikalischer Regeln leicht überprüfen. Aber auch Muttersprachlern fällt die Unterscheidung manchmal schwer. Der Tätowierer dieses Tattoos kannte die Regeln offenbar nicht – seine Kundin muss jetzt für immer mit einem (doppelten) Rechtschreibfehler herumlaufen.


Ein kleiner Buchstabe, trotzdem kann große Auswirkungen auf die Bedeutung eines Wortes haben. Anstatt mit ihrem Tattoo Stärke zu repräsentieren, wird diese Frau für immer „Strenght“ auf ihrem Bauch tragen. Und das bedeutet: absolut gar nichts.

Um Rechtschreibfehler zu verhindern ist es wichtig, dass Ihr genau recherchiert. Seid ihr euch im Vorfeld nicht sicher, wie ein Wort geschrieben wird oder ein Satz grammatikalisch korrekt heißen muss, lasst euch helfen. Es gibt genug Menschen, die einen kurzen Text für euch auf Fehler checken können, zum Beispiel machen das Lektoren. Im Studio selbst müsst ihr darauf achten, dass ihr euch den Entwurf für euer Tattoo genau zeigen lasst. Ein guter Tätowierer zeichnet zunächst eine Vorlage auf Papier, dort könnt ihr genau sehen wie das Tattoo später aussehen wird. Sollte der Tätowierer im Nachhinein noch zusätzliche Ergänzungen direkt auf der betroffenen Stelle der Haut machen, lasst sie euch auf jeden Fall zeigen! Auch für euch nicht direkt sichtbare Stellen kann man überprüfen, indem man einen Spiegel im richtigen Winkel an das geplante Tattoo hält. Erst wenn ihr euch zu hundert Prozent sicher seid, dass das Tattoo genau euren Vorstellungen entspricht und keinerlei Fehler enthält, gebt ihr das Go. Wenn jemand euch „einfach so“ tätowieren möchte und euch vorher nicht zeigt, was er genau vor hat, lasst auf jeden Fall die Finger davon!

2. Ungewöhnlich „Gecovered“
Wer sich den Namen seines Schatzes eintätowieren lässt, ist sich wohl ganz sicher, dass diese Beziehung für immer hält. Wie wir alle wissen, kommt es aber nun mal vor, dass Beziehungen zerbrechen – diese Leute haben dann ein Problem: Das vorher so bedeutungsvolle Liebes-Tattoo wird zu einem ungeliebten Erinnerungsstück. Manche greifen dann zu lustigen Methoden – anstatt einen guten Tätowierer aufzusuchen und mögliche Optionen durchzusprechen, wie das Tattoo am Besten überdeckt werden kann, ergänzen sie das bereits Bestehende. So kommen bizarre Tattoos zustande, an denen jeder direkt sehen kann, dass auch die schönste Liebesromanze mal enden kann.


„Screw You“ – deutlicher kann man das Ende einer Liebe nicht präsentieren. Doof nur, wenn man den Namen des Verflossenen trotzdem weiterhin auf dem Körper tragen muss, selbst wenn er mit einer Beleidigung „verschönert“ wurde. Ob das zusätzliche Tattoo wirklich ein Upgrade war?


Hier hat sich eine Dame nach ihrer Hochzeit den kürzlich angenommenen Nachname tätowieren lassen – auf eine doch eher ungewöhnliche Stelle. Die Ehe war wohl schneller vorbei als gedacht. „Verbessert“ wurde das Tattoo durch einen auffälligen roten Schriftzug – „Shit happens“. Damit zeigt die Besitzerin ganz deutlich, dass die Beziehung vorbei ist. Auch nach der Scheidung wird sie ihren ehemaligen Nachnamen weiter auf sich herumtragen müssen. Da ist es für sie vielleicht sogar von Vorteil, dass die von ihr gewählte Stelle nicht für jeden sichtbar ist.

Ein von @missqueencmarie gepostetes Foto am


Ob die neue Freundin das so gut finden wird? Auch wenn es irgendwie lustig ist, möchte wohl niemand damit für immer herumlaufen.

Mit einem zusätzlichen Tattoo lässt sich ein hässliches oder ungeliebtes Tattoo meist nicht verbessern – das sieht man an diesen Beispielen. Oft wird es dadurch nur noch schlimmer und auffälliger. Wer ein Tattoo überdecken will, sollte ein professionelles Studio aufsuchen, und die Altlast einem geeigneten Motiv überdecken lassen. Wenn das Tattoo ganz verschwinden soll, hilft nur noch eine schmerzhafte und teure Laserbehandlung.

3. Falsch übersetzt
Wer sich ein Tattoo auf einer anderen Sprache stechen lassen möchte, muss besonders auf die korrekte Übersetzung des gewünschten Schriftzuges achten. Richtig peinlich wird es, wenn man mit einem falsch übersetzten Tattoo Urlaub in dem Land macht, in dem die ausgewählte Sprache gesprochen wird. Besonders oft sieht man asiatische oder arabische Schriftzüge. Diese Sprachen sind linguistisch extrem weit vom Deutschen entfernt – da muss man besonders gut darauf achten, dass bei der Übersetzung nichts schief geht.

#legit #tattoofails

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Um nicht auch ein Leben lang in dem falschen Glauben gelassen zu werden, ein poetisches und tiefgründiges Wort auf dem Körper zu tragen, solltest du vor deinem Termin mit einem Sprachexperten über das Tattoo sprechen. Am Besten eignet sich ein Muttersprachler, der mögliche Fehler sofort entdecken und korrigieren kann.

4. Sehr Abgedrehte Motive
Klar, jeder will mit seinem Tattoo ein ganz individuelles Statement setzen und wählt deshalb ein möglichst einzigartiges Tattoo. Manche Motive sind aber wirklich so abgedreht, dass sie beim Anblick fast schon verstörend wirken. Man fragt sich, wie die verrückte Kombination verschiedener Elemente zusammengekommen ist. Wir haben mal ein paar Beispiele herausgesucht:


Hier war jemand ganz kreativ: Man sieht ein Walross (oder ist es ein Nashorn?), mit einem grün gefärbten Irokesen, das auf einem Hot Dog surft. Mit Stiften schreibt es: „Party Time“ in die Luft. Wahrscheinlich ist dieses Tattoo auch beim Feiern unter Alkoholeinfluss entstanden, anders kann man sich diese krude Mischung kaum erklären.


Dieser Tattoo-Besitzer hat sich dafür entschieden, ein kleines blaues Törtchen für immer bei sich zu tragen. Der Clou: Der Muffin sitzt auf der Toilette und grinst dabei glückselig. Was es damit wohl auf sich hat?


Was diese Dame uns mit ihrer Zwiebel in der Achselhöhle wohl ausdrücken möchte? Das ist wirklich ein schräges Motiv!

Es gibt keine Faustregel, wie außergewöhnlich ein Tattoo sein darf – es ist natürlich erst einmal nur wichtig, dass das Motiv dir persönlich gefällt. Viele wünschen sich ein individuelles Tattoo, je einzigartiger desto besser. Wenn ihr euch aber für ein extrem abgedrehtes Tattoo entscheidet, wie es die Besitzer der oben gezeigten Tattoos getan haben, müsst ihr vermehrt mit Blicken aus eurem Umfeld rechnen. Bei solchen Tattoos schaut man länger hin. Erstens weil man länger braucht um das Motiv zu erfassen, zweitens weil erst nach dem Erfassen des Bildes eine Reaktion passiert, die in solchen Fällen außerdem extremer ausfallen wird. Die Reaktionen können ganz unterschiedlich sein, von Gelächter bis hin zu verstörtem Kopfschütteln ist vermutlich alles dabei.

5. Schlecht gestochen

Über Geschmäcker lässt sich ja bekanntlich streiten. Wenn ein Tattoo aber offensichtlich von einem schlechten, unerfahrenen Tätowierer gestochen wurde, sieht man das sofort. Die Ergebnisse sehen unprofessionell aus, als hätte sie ein Grundschulkind dahingekritzelt. Ein echter Tattoo Fail also. Bei solchen Ergebnissen hilft dann nur noch ein Cover-up oder eine schmerzhafte Laserbehandlung.


Dieses Superhelden Tattoo sollte wohl cool rüberkommen, ist aber leider andere als das geworden. Man sieht zwei blau-rote Köpfe, die irgendwie ineinander übergehen. Dieses Motiv ist definitiv nicht von einem guten Künstler gezeichnet und gestochen worden.


Bei diesem Football-Piraten stimmt so ziemlich gar nichts, weder die Proportionen noch die Linien sind ansprechend. Das Gesicht ist besonders mies, die Wange ist seltsam verzogen. Dieses Tattoo sieht eher aus wie von der Marke „Eigenbau“, mal eben so drauf losgestochen.


Man weiß nicht, ob man über das Tattoo lachen oder mit dem Besitzer weinen soll… Dieser tätowierte Wolf hat mit seiner tierischen Vorlage nichts gemein.

Um nicht auch so einen schlecht gestochenen Tattoo Fail mit dir herumtragen zu müssen, ist es am Allerwichtigsten, dass Du dir ein gutes und professionelles Studio suchst, bei dem du dich gut aufgehoben und beraten fühlst. Der Preis sollte dabei eine untergeordnete Rolle spielen, schließlich möchtest du mit dem Ergebnis zu hundert Prozent zufrieden sein. Auf keinen Fall solltest du Dich von einem Anfänger (auch wenn es vielleicht ein Kumpel oder eine Freundin ist) tätowieren lassen. Diese Horror-Tattoos gehen nicht so schnell wieder weg und sind mit Sicherheit eine Entscheidung, die ihre Besitzer lange bereuen werden. Wie ihr ein gutes Studio erkennt, könnt ihr auch bei uns auf dem Blog lesen. [LINK]

6. Schlechte Portraits
Portraits zu stechen ist definitiv ausschließlich der Oberliga der Tattoo-Künstler vorbehalten. Es ist extrem schwer, Gesichtszüge naturgetreu darzustellen und ein gutes Ergebnis zu erzielen. Nicht viele Tätowierer wagen sich an Portraits, einige machen es jedoch, obwohl sie keinerlei Fähigkeiten dazu haben. Was dabei herauskommt, sieht man zum Beispiel an den folgenden zwei Beispielen.


Erkennt Ihr, wer das sein soll? Ganz entfernt vielleicht? Ja richtig, das ist Queen-Legende Freddie Mercury (oder zumindest ein sehr schlechtes Abbild von ihm). Der Tattoo-Besitzer wollte vermutlich nur seine Fan-Liebe ausdrücken, wenn der Superstar dieses Abbild von ihm sehen würde, würde er sich aber vermutlich im Grab umdrehen.


Diese beiden Freundinnen wollten ihre Verbindung für immer auf der Haut tragen, jetzt haben sie jedoch ein Tattoo, das ihnen nicht im Entferntesten ähnlich sieht. Aus den Gesichtern sind durch ungenaue Linien und eine seltsame Einfärbung komische Fratzen geworden. Was für ein Fail!

Ein billiges Portrait ist ein Ding der Unmöglichkeit – wer sich so ein aufwendiges und schwieriges Tattoo stechen lassen möchte, sollte unbedingt verschiedene Künstler vergleichen und sich den für seine Zwecke geeigneten heraussuchen. Die Entscheidung sollte dann unabhängig vom Preis erfolgen, um das bestmögliche Ergebnis zu erzielen.

Studios vergleichen – Fails vermeiden

Um keine der von uns gezeigten Fail-Tattoos zu tragen, empfiehlt es sich, Studios und Künstler im Vorfeld gründlich zu vergleichen. Dieser Prozess dauert seine Zeit, vorschnelle Entscheidungen sollten auf jeden Fall vermieden werden. Es ist ein absolutes Muss, sich alte Arbeiten des Artists anzuschauen, bevor du dich in die Hände eines Tätowierers gibst. Ohne dir sicher zu sein, dass dein Tattoo fehlerfrei ist, dir auch noch in vielen Jahren gefällt und deinen genauen Vorstellungen entspricht, solltest du auf dem Stechen keinen Fall zustimmen – sonst hast du am Ende auch noch so einen Tattoo-Fail auf deinem Körper.

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