Autsch! Tattoos sind nichts für Weicheier!

Welche Körperstellen beim Tätowieren besonders schmerzhaft sind

Du möchtest Dir ein Tattoo stechen lassen, hast aber Angst vor den Schmerzen? Dann such dir doch einfach eine der weniger schmerzhaften Körperstellen aus. Tätowierte und Tätowierer berichten häufig davon, dass der Schmerz beim Stechen eines Tattoos je nach Körperstelle stark variiert. Selbstverständlich ist auch das Schmerzempfinden von Person zu Person unterschiedlich, dennoch sind sich fast alle bezüglich sehr starkem oder eher geringem Schmerz an bestimmten Körperstellen einig. Eigentlich kann man es sogar schon erahnen. Eine Tätowiernadel sticht bis zu 150 Mal pro Sekunde in die Haut. Dadurch entsteht nicht nur ein Kunstwerk, sondern zunächst einmal eine Wunde, die einer Schürfwunde gleicht. Jeder, der schon einmal eine schon einmal eine Wunde am Arm hatte, weiß, dass diese weniger weh tut, als beispielsweise an der Hand oder am Oberschenkel. Das hängt zum einen mit der Dicke der Haut zusammen und zum anderen damit, wie viele Nerven an der Stelle verlaufen. Besonders schmerzempfindlich sind wir also an den Körperstellen, an denen zwischen Haut und Knochen wenig Gewebe ist. Die Tätowiernadel muss nämlich bis in die Dermis (das ist die zweite von drei Hautschichten, oder auch Lederhaut genannt) eindringen, da sich die Epidermis (die erste Hautschicht) permanent erneuert und die Farbe entsprechend nach und nach verschwinden würde.

Ganz schmerzfreies Tätowieren ist leider nicht möglich. Aber wie heißt es so schön, wer schön sein will, muss leiden? Außerdem, was ist schon das bisschen Schmerz für ein Tattoo, das man ein Leben lang auf der Haut trägt. Wer aber besonders schmerzempfindlich ist bzw. nicht gut Schmerzen aushalten kann, sollte sich eine eher unempfindliche Körperstelle, sprich eine mit einer dicken Hautschicht, für sein Tattoo aussuchen.

Im Folgenden haben wir euch sämtliche Körperstellen auf einer Schmerzampel zusammengestellt.

Körperteile Schmerzen

Schmerzampel

Besonders schmerzhaft ist das Stechen am gesamten Rumpf (Rücken, Rippen, Brust, Bauch und Leiste), weil an der Wirbelsäule viele Nerven langlaufen, unter der Brust die Rippen liegen und am Bauch- und Leistenbereich die Haut sehr dünn ist. Die Arme sind ein zweischneidiges Schwert. Während der äußere Bereich der Arme auch für schmerzempfindliche Leute geeignet ist, ist der Innenbereich mit seiner dünnen Hautschicht nichts für schwache Nerven. Gleiches gilt für die Beine, wo besonders die Kniekehle und der Innenbereich des Oberschenkels die Tätowiernadeln nicht so gerne sehen. Wer sich an diesen Stellen ein Tattoo stechen lassen möchte, wird sicherlich ins Schwitzen kommen und sollte etwas zum Reinbeißen mitbringen.

Für die weniger Harten unter euch gibt es aber auch viele Körperpatien, bei denen eine Tätowierung durchaus erträglich ist, wie zum Beispiel an Hand und Fuß, Wade, Schienbein, Steißbein, Hals oder Schulter. Also wenn Du Dein Motiv schon gefunden hast, überlege Dir gut, wo Deine Schmerzgrenzen liegen und wie sehr Du bereit bist, für Dein Traumtattoo zu leiden. 😉

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